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Gruesch Danusa
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Rund ums Prättigau

Übersicht

Das Prättigau von Landquart bis Klosters.
Das Prättigau von Landquart bis Klosters.

Das Prättigau zählt gemäss aktueller Volkszählung 14'703 Einwohner. Diese verteilen sich auf insgesamt 12 Tal- und Berggemeinden. Die grösste und gleichzeitig bekannteste Ge­meinde im Prättigau ist Klosters-Serneus (Hinterprättigau). Zwei weiteren subregionalen Zentren – Schiers im Vorderprättigau und Küblis im Mittelprättigau – kommen für die Region bzw. weiteren Gemeinden wichtige Versorgungsfunktionen (Bildung, Gesundheit, Konsum, Arbeitsplätze) zu. In der touristischen Organisation «Prättigau» ist die Gemeinde Klosters-Serneus nicht integriert, diese bildet gemeinsam mit Davos die 1. DMO im Kanton Graubünden: Davos Klosters.

Im ländlich geprägten Prättigau, das über Landquart im Bündner Rheintal erreicht wird, bil­den der Tourismus – mit dem Weltkurort Klosters –, die Bau-, die Holz- und Forstwirtschaft (insbesondere Klein- und Kleinstbetriebe) sowie die Maschinenindustrie (Trumpf Grüsch sowie Georg Fischer, Seewis) die Haupterwerbsquellen. Wichtige Arbeitgeber sind auch das Regionalspital und die regionale Mittelschule in Schiers. Ebenfalls recht stark vertreten ist die Landwirtschaft.

Sitz der TRUMPF Grüsch AG, Elektrowerkzeuge
Sitz der TRUMPF Grüsch AG, Elektrowerkzeuge

Das Prättigau verfügt über eine Vielfalt von Attraktionen, allen voran eine schöne und intakte Landschaft, die zum Verweilen einlädt. Durch die attraktive Landschaft führen zahlreiche Wander- und Bikerouten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Ein landschaftliches Bijou stellt vor allem der Rätikon mit seinen zum Höhenwandern, Bergsteigen und Klettern einla­denden Gipfeln wie Vilan, Scesaplana, Drusenfluh oder Sulzfluh dar. Aber auch die im Süden an das Schanfigg sowie an die Landschaft Davos angrenzende Talseite bietet für Ausflügler, Wanderer und Biker einige landschaftliche Höhepunkte. Im Osten bilden weitere attraktive Berge den Abschluss des Tals rund um den Silvrettagletscher.

Im Winter finden Skifahrer, Snowboarder, Schlittler, Langläufer und Wanderer grössere und kleinere schneesichere Wintersportgebiete in Klosters (Gotschna/Parsenn, Madrisa), Grüsch-Danusa, Fideriser Heuberge und Pany. In den meisten Orten des Prättigaus sorgen die lokalen Tourismusorganisationen für ein reichhaltiges und attraktives Gästeprogramm, im Winter wie im Sommer.

Im Bereich architektonische Sehenswürdigkeiten können die Salginatobelbrücke (ob Schiers Richtung Schuders) oder die Sunnibergbrücke (Klosters vorgelagert) empfohlen werden. Im musealen Bereich sind das Kulturhaus zum Rosengarten (Ausstellungen zu verschiedenen Themen, Heimatmuseum und Dokumentationsstelle) in Grüsch, das Alpmuseum Fasons, Seewis, oder das Nutlihüschi in Klosters ein Besuch wert. Das Kulturhaus Rosengarten führt in seinem Kellertheater auch laufend kulturelle Veranstaltungen durch. Das Pendant im Hin­terprättigau bildet der erst Ende 2002 eingeweihte Kulturschuppen (ehemaliger Güterschup­pen der Rhätischen Bahn), in dem die Kulturgesellschaft Klosters ebenfalls regelmässig kultu­relle Veranstaltungen der verschiedensten Bereiche und Stilrichtungen anbietet. Bekannt ist das Prättigau auch für seine Volksmusik bzw. Volksmusikformationen.

Auch bezüglich Gastronomie hat das Tal einiges zu bieten. Absolute Spitzengastronomie bietet der Walserhof Klosters, in dem zuweilen Prinz Charles und weitere Royals logieren, mit seinen 17 Punkten im Gault-Milliau-Führer. Ebenfalls auf seine Kosten kommt man dies­bezüglich im Hotel Alpina in Klosters mit 15 Punkten, in der Klosterser Chesa Grischuna mit 14 Punkten, im The Rustico Hotel ebenfalls in Klosters oder aber im beschaulichen Pragg-Jenaz im Hotel Sommerfeld mit 14 Punkten.

Die Prättigauer, die bis heute das Walsertum pflegen, begegnen den BesucherInnen unseres Tals auf ihre freundliche, wenn auch eher zurückhaltende Art. Kennzeichen der einheimi­schen Bevölkerung bilden das starke Bedürfnis nach Eigenständigkeit und Selbstständigkeit, ausgeprägtes Unternehmertum verbunden mit hohem Innovationsgeist.

Facts & Figures

Geografisch

12 Gemeinden / Einwohner: 14'703

Höchste Erhebung: Verstanclahorn 3'298 m ü.M.
Tiefster Punkt: Chlus 573 m.ü.M.

Geologisch betrachtet ist das Prättigau für seine Kalkgebirge wie den Rätikon bekannt. Mit der Silvretta findet sich auch eine hochalpine Region im Prättigau.

Blick auf die Chlus.
Verstanclahorn.
Blick auf die Chlus.
Verstanclahorn.

Politisch

Politisch ist das Prättigau dem Bezirk Prättigau/Davos zugehörig. Das Prättigau ist in sechs Kreise unterteilt, von denen jeder – abhängig von seiner Einwohnerzahl – mindestens eine/n Abgeordnete/n im Grossen Rat, dem Bündner Parlament, stellt.

Ein Stück Prättigauer Geschichte

Frauen beim z'Marend.
Bauern auf dem Weg aufs Feld.
Frauen beim z'Marend.
Bauern auf dem Weg aufs Feld.

Der Mythos des rebellischen Prättigauers stammt mit Sicherheit von der bewegten Geschichte des Tales her. (Wie weit der Mythos von der Realität entfernt ist, lässt sich am besten selbst herausfinden.)

Das Prättigau wurde von Auseinandersetzungen und kriegerischen Wirren nicht verschont. Als Beispiele seien der Aufstand gegen die Österreicher 1622 oder Napoleons Dekret des frühen 19. Jahrhunderts genannt.

Erst die Gründung der modernen Schweiz durch die Bundesverfassung von 1848 sowie die Kantonsverfassung des Jahres 1854 liessen Graubünden in der heutigen Form entstehen.

Die im späten 19. Jahrhundert eröffneten Verkehrswege (Strasse und Bahn) läuteten auch wirtschaftlich gesehen eine neue Ära ein, der Tourismus gewann beispielsweise langsam an Fahrt.

Die Landwirtschaft jedoch blieb lange Zeit eine sehr wichtige Einnahmequelle, selbst heute spielt sie eine grössere Rolle als in anderen Gebieten des Kantons.

Die Industrialisierung schliesslich fand im Prättigau erst im letzten Jahrhundert statt, jedoch ist gegenwärtig vor allem im vorderen Teil des Tales eine gut ausgebaute Industrie zu Hause.

 
praettigau.ch
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