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Gruesch Danusa
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Gut zu wissen

Tipps für die gefahrlose Querung von Viehweiden

Alp-Hirtin mit Kuh.
Alp-Hirtin mit Kuh.

Vorsicht beim Queren von Weiden

Neue Formen der Nutztierhaltung und stärkere Tierschutzbestimmungen führen dazu, dass heute vermehrt Freiläufertiere, auch Stiere, auf von Wanderwegen durchquerten Weiden anzutreffen sind. Besonders bei der Mutterkuhhaltung sind das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Herde und der Beschützerinstinkt stark ausgeprägt und auch erwünscht. Wandernde, die sich dessen nicht bewusst sind, können gefährliche Situationen auslösen. Für ein gefahrloses Queren von Viehweiden beachten Sie bitte die Regeln im Merkblatt.

Merkblatt als PDF zum herunterladen.

Gut geplant ist halb gewandert

Grenzen überschreiten
Grenzen überschreiten

Planung einer Wanderung

  • Informieren Sie sich über Distanz, Höhenprofil, Schwierigkeitsgrad und Marschzeit der Wanderroute sowie allfällige Gefahren (z.B. abschüssiges Gelände, Grashänge, Steinschlag, Schneefelder).
  • Planen Sie die Wanderung entsprechend dem körperlichen Leistungsvermögen und den technischen Fähigkeiten aller Teilnehmenden.
  • Mit Kindern und Gruppen wesentlich mehr Zeit einkalkulieren.
  • Beachten Sie die Wetterprognosen.
  • Klären Sie Verpflegungsmöglichkeiten für unterwegs ab.
  • Nie alleine lange oder schwierige Wanderrouten begehen.
  • Informieren Sie Bekannte über Route und Ziel. Vergessen Sie nicht, sich bei der Ankunft am Ziel zurückzumelden.

Wanderausrüstung

Ausrüstung je nach Schwierigkeit, Lage und Dauer der Wanderroute sowie eigenen Bedürfnissen wählen:

  • Feste, der Wanderung angepasste Schuhe, Rucksack der Jahreszeit entsprechende Kleidung
  • Regenschutz und Sonnenschutz (Brille, Kopfbedeckung, Creme)
  • Taschenapotheke, Ersatzwäsche
  • topografische Wanderkarte, Kompass, evtl. Höhenmeter
  • Handy mit Notfallnummern, Taschenmesser
  • ausreichende Verpflegung und Getränke
  • persönliche Medikamente

Überlegen Sie sich einen Feldstecher und Teleskopstöcke mitzunehmen.

Verhalten unterwegs

  • Folgen Sie den signalisierten Wegen. Zäune und Weidegatter immer schliessen.
  • Rasten Sie regelmässig. Trinken Sie viel – auch ohne Durst.
  • Bei Schlechtwettereinbruch: Kehren Sie rechtzeitig um oder suchen Sie Schutz in einer Hütte oder einem Unterstand.
  • Bei plötzlichem Unwohlsein oder anderen Schwierigkeiten: kein Risiko eingehen und nichts erzwingen, rechtzeitig umkehren.
  • Der Natur und Umwelt zuliebe: Wandern Sie nach dem Motto «Nimm nichts mit als deine Eindrücke – hinterlasse nichts als deine Fussspuren». Beachten Sie die Vorschriften in Naturschutzgebieten.
  • Vorsicht beim Entfachen von Feuer. Bei anhaltender Trockenheit gänzlich auf Feuer verzichten.
  • Für die An- und Rückreise wenn möglich die öffentlichen Verkehrsmittel benützen.
  • Weidende Nutztiere: Führen Sie Ihren Hund an der Leine. Umgehen Sie Rinderherden ruhig und in 20-50 m Distanz.
  • Blindgänger: Nie berühren. Fundort markieren und die Polizei benachrichtigen.

Wanderzeiten berechnen

Die Wanderzeiten werden in der Schweiz nach einheitlichen Grundsätzen berechnet. Zur Berechnung der Wanderzeiten wird im Flachen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 4.2 km in der Stunde angenommen, mit Zu- und Abschlägen bei Steigung und Gefälle.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Schweizer Wanderwege.

 
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